Laurins Schatten

Amsterdam: Mit der Hauptstadt der Niederlande verbindet man Grachten, das Rotlichtviertel sowie Coffee-Shops und Cannabis. Als Schauplatz von Fantasy-Romanen teilt Amsterdam jedoch das Schicksal vieler europäischer Metropolen: Neben London spielt die Stadt kaum eine Rolle und meist sind es ohnehin die Großstädte der USA, in denen die Handlung spielt. Beim historischen Roman kommt Amsterdam ein wenig besser weg.
Noch im Mittelalter war die Region Holland eher schlecht zu besiedeln und bestand aus sehr feuchtem Gebiet mit Mooren, Sümpfen und vielen Flüssen. Erstmals erwähnt wurde die Stadt 1275 als Amsteldamme. Zu jener Zeit lebten hier hauptsächlich Fischer. Allmählich wich er dem Handel als wichtigste Erwerbsquelle.
Nach einigen Konflikten begann das Goldene Zeitalter der Stadt und der Niederlande ab 1609. In den amerikanischen Kolonien entstand Nieuw Amsterdam, das heutige New York. Amsterdam selbst wurde zur wohlhabendsten europäischen Stadt und zum wichtigsten Handelsplatz des alten Kontinents, was sich sowohl im Einwohnerwachstum als auch in der Opulenz neuer Bauten widerspiegelte. Wissenschaft, Literatur, Architektur, Bildhauerei und Malerei gediehen.
Der Erfolg führte Amsterdam jedoch in Konflikt mit England und Frankreich. Nach mehreren Seekriegen und Katastrophen und Seuchen begann der Niedergang Amsterdams als Umschlaghafen. Stattdessen gewann die Stadt Bedeutung auf dem Geldmarkt und wurde zum Finanzzentrum.
Noch heute ist die Stadt geprägt von den 165 Grachten (Kanälen), über 1300 Brücken und fast 7000 Kaufmanns- und Lagerhäusern aus dem Goldenen Zeitalter. Die Stadt bietet damit einen noch heute sichtbaren historischen Hintergrund, der direkt auf ihre Vergangenheit verweist.
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